Überbrückungssubstitution (ÜBS)

Das kleine Team der Überbrückungssubstitution der comeback gGmbH besteht aus einer Krankenschwester, einem Arzt und einem Sozialarbeiter. Dieses Setting ermöglicht eine enge Verzahnung von suchtmedizinischer Behandlung und psychosozialer Begleitung für Opiatabhängige.

Aufgabe der Überbrückungssubstitution (ÜBS) ist die zunächst auf drei Monate befristete Aufrechterhaltung der Substitution für Opiatkonsument:innen nach einer somatischen Krankenhausbehandlung oder nach Entlassung aus einer Haftstrafe in einer Justizvollzugsanstalt.

Die suchtmedizinische Weiterbehandlung im Rahmen der ÜBS nach einem Krankenhausaufenthalt zielt darauf, die begonnene medizinische Behandlung/Versorgung bei niedergelassenen Allgemein- und Fachärzt:innen bzw. unserer hausinternen medizinischen Ambulanz zu sichern und fortzusetzen. Auf diesem Hintergrund ermöglichen wir den Patient:innen sich im Rahmen der psychosozialen Begleitung mit ihrer zukünftigen Lebens- und Behandlungsperspektive auseinander zu setzen, um sich bewusst für weitere Schritte zur Bewältigung ihrer Abhängigkeitserkrankung entscheiden zu können, etwa zu einer Aufnahme in ein Betreutes Wohnen, einer Entwöhnungsbehandlung oder eine dauerhafte Substitution bei einem niedergelassenen Arzt.

Haftentlassenen Opiatkonsument:innen wollen wir mit unserem zunächst auf drei Monate befristeten Angebot ermöglichen, auf weiteren Drogenkonsum zu verzichten. Zum einen, um sich bei abgesunkener Intoxikationstoleranz nicht an Leib und Leben zu gefährden. Andererseits um nach der Haft eine Auseinandersetzung mit der eigenen sozialen und beruflichen Lebensperspektive und somit eine Chance auf die Bewältigung der Abhängigkeit zu ermöglichen. (Näheres zu den Zugangsvoraussetzungen für Haftenlassene entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt (verlinken))

In begründeten Einzelfällen kann der Zeitraum von drei Monaten überschritten werden (z.B. wenn eingeleitete Weitervermittlungsmaßnahmen aus Platzgründen nicht im geplanten Zeitraum in Anspruch genommen werden können oder bei Schwangerschaften, wenn es sinnvoll erscheint, für die Dauer der Schwangerschaft den Substitutionsplatz nicht zu wechseln).

Soweit Substitutionsplätze nicht belegt sind, können wir über die beschriebenen Zielgruppen hinaus anderen Opiatkonsument:innen eine zeitlich befristete Substitutionsbehandlung anbieten. In diesem Zusammenhang nehmen wir Personen auf, die neben einer eindeutigen Krankheitseinsicht, einen klaren Veränderungsvorsatz getroffen haben und in diesem Zusammenhang unsere Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. Zur Abklärung vergeben wir Erstgesprächstermine. Zu beachten ist, dass wir Aufnahmen in diesem Zusammenhang planen und grundsätzlich nicht sofort aufnehmen.

Im Rahmen freier Substitutionsplätze nehmen wir auch Heroinabhängige auf, die akut verelenden. Für diese Personengruppe ist Aufnahmevoraussetzung, dass sie sich verbindlich an eine:n Drogenberater:in oder exterene:n Sozialarbeiter:in anbinden, der/die an einem gemeinsamen Vorgespräch in unserer Einrichtung teilnimmt und die übergreifende Begleitung der psychosozialen Stabilisierung übernimmt.

Grundsätzlich können wir nur Patienten in unsere Behandlung aufnehmen, die nachweislich krankenversichert sind.

Die Substitutvergabe an Wochenenden und Feiertagen erfolgt über den Methadon-Bus der KV Bremen.

Wir sind im Tivoli-Hochhaus, Am Bahnhofsplatz 29, 28195 Bremen im ersten Stock, Zimmer 12 – 14 zu finden.